Das sind wir - Bee Friends e.V. Metropolregion Nürnberg e.V.

Im Januar 2023 haben sich viele europäische Imkereiverbände und Bieneninstitute auf das Projekt „Varroaresistenz 2033“ verständigt. Ziel ist es, im Jahre 2033 eine nahezu flächendeckende Bienenpopulation mit genetisch resistentem Verhalten gegenüber des weltweit größten Schädlings von Honigbienen, der Varroamilbe, zu etablieren. Trotz des derzeitigen Einsatzes verschiedenster Medikamente, Ameisensäure oder chem. Präparate, überleben viele Bienenvölker die Winter nicht. Als „normal“ wird aktuell von 25% bis zu 40% Ausfall gesprochen.

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Bienenvölker sterben über den Winter

Jeder vierte Bienenstock stirbt, das ist nicht akzeptabel

Warum ein neuer Verein? Die Interessenlage der Imkervereine variiert sehr stark und ist leider kaum bis gar nicht auf Zucht fokussiert. Zuchtaktive Imkerinnen und Imker aus verschiedenen Vereinen haben sich daher zusammengeschlossen um vornehmliche Ziele zu erreichen:

Die wissenschaftliche Grundlage unserer Arbeit ist die Erkenntnis, dass weltweit in einzelnen Regionen „wilde“ Bienenvölker der westlichen Honigbiene apis mellifera vorkommen, die ohne Milbenbehandlung durch Imker überleben. Leider wird diese Eigenschaft nur rezessiv vererbt. Das heißt die Varroaresistenz wird nur an die Folgegeneration vererbt, wenn auch der männliche und der weibliche Teil der Bienen diese genetischen Eigenschaften besitzen.

Diese Resistenzeigenschaften können nur mit Hilfe von Zuchttechniken, wie der instrumentellen Besamung, der gezielten Anpaarung auf Belegstellen und das Erstellen von Testvölkern in Mini-Plus-Beuten, die dann nach wissenschaftlichen Methoden auf Varroamilben untersucht und
gefunden werden, erreicht werden. Um dieses dringlichste Problem, die Varroamilbe (varroa destructor), der Imkerschaft wirklich nachhaltig und langfristig zu lösen, ist die Züchtung und Selektion einer Biene mit natürlichen Resistenzeigenschaften (SMR / VSH) der einzige Lösungsweg.

Um das Projekt auf einer breiten Basis zu verwirklichen und zum Erfolg zu führen, gehen wir Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Züchtergruppen, die das gleiche Ziel verfolgen, ein.